Gesund beginnt im Mund

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am Nordwestkrankenhaus

Herr Schulz-Simonsen danke dass wir Ihnen einige Fragen stellen dürfen.

Welchen Vorteil hat der Patient vom Standort am Krankenhaus?

Sicher ist es für uns ein Vorteil, dass wir in direkter Nachbarschaft zum Krankenhaus liegen. Bei der KH-Verwaltung bestand zudem der Wunsch, dass im TRIAMEDIS Ärztehaus auch eine Zahnarztpraxis Dienstleistungen anbietet. Um auch den Wünschen der Klinikumsmitarbeiter Rechnung zu tragen, bieten wir von Montag bis Freitag Sprechstunden bis 20 Uhr an. Für Patienten die mit dem Auto zu uns kommen, sind ausreichend Parkplätze am Klinikum vorhanden und die Praxis ist von dort bequem zu Fuß in maximal 10 Minuten zu erreichen.



Welche Schwerpunkte bieten Sie zurzeit Ihren Patienten an?

In der Anfangsphase leite ich die Praxis und werde von meinem Kollegen Herrn Benjamin Malek unterstützt. Ich selbst bin Fachzahnarzt für Oralchirurgie. Meine Behandlungsschwerpunkte liegen in der Implantologie und Parodontologie. Herr Malek deckt den Bereich der Konservierenden Zahnheilkunde und der Prothetik ab. Es ist geplant, dass unser Team in den nächsten Monaten von weiteren Kolleginnen und Kollegen verstärkt wird, damit wir durchgehend Öffnungszeiten von 08 bis 20 Uhr anbieten können.

Wie wichtig ist die Prophylaxe, also der regelmäßige Besuch eines Zahnarztes?

Prophylaxe ist ein wesentlicher Beitrag zu Zahn- und Mundgesundheit. Z.B. zeigt sich bei den Skandinaviern und den Schweizern, dass die hohe Akzeptanz für die professionelle Zahnreinigung gleichzeitig mit einer niedrigeren Karies- und Parodontitisprävalenz einhergeht. Die Deutsche Zahnärztekammer empfiehlt ebenfalls regelmäßig eine PZR (Professionelle Zahn Reinigung) durchführen zu lassen um so wirksam Prophylaxe zu betreiben und das Risiko für Erkrankungen an den Zähnen zu senken. Es ist leicht einzusehen, dass Vorbeugung leichter durchzuführen ist und mit wesentlich weniger Kummer oder finanziellen Belastungen verbunden ist, als die therapeutische Versorgung von Zahndefekten oder Entzündungen des Zahnfleisches.

Welchen Einfluss haben schlechte Zähne auf den Gesundheitszustand des ganzen Körpers?

Es ist eine sichere Erkenntnis, oder man kann sagen, dass es wissenschaftlich erwiesen ist: Zahnerkrankungen, insbesondere Entzündungen des Zahnhalteapparates haben einen negativen Effekt auf den gesamten Körper. Die Keime die hauptsächlich an der Entstehung einer Parodontitis, im Volksmund werden auch Zahnfleischrückgang und andere Begriffe verwendet, beteiligt sind, sind ausgesprochen pathogen. Das heißt, sie haben ein hohes Potenzial Krankheiten auszulösen. Durch die chronische Entzündung in einer Zahnfleischtasche können sich diese Bakterien leicht über die Blutbahn und damit im gesamten Körperkreislauf verteilen. Und es werden mittlerweile eine Vielzahl von Allgemeinerkrankungen mit der Parodontitis in Verbindung gebracht, z.B. ein erhöhtes Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen wie der Herzinfarkt und Schlaganfall.

Wie kann dem Patienten die Angst vor dem Zahnarztbesuch genommen werden?

Selbstverständlich kümmern wir uns auch um Patienten, die Angst vor zahnärztlichen Behandlungen haben. Nach meiner Erfahrung ist es für Angstpatienten zunächst wichtig, dass man sie und ihre Befürchtungen ernst nimmt und ihnen zuhört. Nur der Patient entscheidet ob wir überhaupt eine Untersuchung machen. Dabei erläutere ich genau was ich machen möchte und wie ich dabei vorgehen möchte. Der Patient kann jederzeit durch ein vorher vereinbartes Zeichen die Behandlung unterbrechen. Das ist für viele wichtig, sich bewusst machen zu können, ich habe stets Einfluss auf die Behandlung und bin nicht ausgeliefert. Die Behandlung unterscheidet sich ja nicht von denen bei Patienten die keine Angst haben, sondern die Unterschiede spielen sich vielmehr auf der zwischenmenschlichen Ebene ab. Eine gute Menschenkenntnis und Taktgefühl werden aber von allen Patienten geschätzt.

Das Interview ist im Frankfurter Stadtkurier erschienen unter: http://www.frankfurterstadtkurier.de/


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